Praxis für Krankengymnastik und Physiotherapie, Jörg Preuße, Lübeck

was ist nervenmobilisation?

Kurzinformation

Wenn unser Nervensystem starr und unbeweglich wäre, würde jede Bewegung Schmerz auslösen. Aus diesem Grund muss es anpassungsfähig sein, d.h. die Nerven müssen sich mitbewegen, wenn ein Arm oder Bein bewegt wird. Nervengewebe ist nicht so elastisch wie Muskulgewebe. Daher bewegen sich Nerven innerhalb einer Hülle, ähnlich einer Sehne in ihrer Sehnenscheide.

Ist die Gleitfähigkeit in dieser Hülle aufgrund von Narben, Verspannungen, Verletzungen oder anderen Gewebsstörungen reduziert, können Schmerzen, Taubheitsgefühle, Brennen, Kribbeln, etc. auftreten.

Durch spezifische Tests wird festgestellt, ob die äußere Gleitfähigkeit oder die innere Elastizität des Nerven gestört ist. Die Behandlung besteht dann entweder aus feinen Dehntechniken oder dynamischen Übungen zur Verbesserung der Gleitfähigkeit des betroffenen Nerven.

Der Australier David Butler veröffentlichte im Jahre 1991 ein Buch über die Mobilisation des Nervensystems und machte diesen Aspekt der Physiotherapie publik.

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