Praxis für Krankengymnastik und Physiotherapie, Jörg Preuße, Lübeck

vergeßlichkeit

Da die Bundesbürger zunehmend älter werden, sehen sich viele Menschen mit der Frage konfrontiert, wann nachlassende Gedächtnisleistungen "normal" sind, und wann sie einen allmählichen geistigen Verfall anzeigen, der sich womöglich zu einer Demenz ausweitet.

Es kann jedem passieren, eine Telefonnummer oder einen Namen zu vergessen, den Haustürschlüssel zu verlegen oder nicht mehr zu wissen, wo man das Auto geparkt hat. Wem das gelegentlich geschieht, der ist noch lange nicht krank. Oftmals sind solche Vorkommnisse nur Anzeichen für Erschöpfung, Schlaf- und/oder Konzentrationsmangel.

"Normale" Vergeßlichkeit
(ab dem 50.Lebensjahr evt. auch zunehmend)
  • eine leichte Vergeßlichkeit, die nur vorübergehend auftritt
  • gelegentlich nicht zu wissen, wo man Brille, Schlüssel, o.ä. hingelegt hat, wenn sich diese Vorkommnisse nicht zunehmend häufen
  • wenn man sich Adressen oder Telefonnummern nicht merken kann
  • gelegentliche Wortfindungs- und Orientierungsschwierigkeiten
  • Vergessen von Alltagserlebnissen und Daten, die einem nicht wirklich so wichtig sind, wie sie vielleicht sein sollten
Bedenkliche Zeichen
(bei deren Auftreten unbedingt ein Arzt konsultiert werden sollte)
  • eine über Monate deutlich zunehmende Vergeßlichkeit
  • schriftliche Notizen helfen nicht mehr weiter
  • Vergeßlichkeit ist begleitet von Störung des Denk- und Urteilsvermögens
  • Vergeßlichkeit ist begleitet von nachlassender Geschicklichkeit und Konzentrationsfähigkeit
  • anhaltende Wortfindungs- und Orientierungsschwierigkeiten
  • anhaltende Gedächtnislücken
  • Verlust von ganzen Gedächtnisbereichen
Zusammenfassend kann man sagen, daß gelegentliche Gedächtnisschwächen vollkommen normal sind. Kritisch sollten alle Symptome betrachtet werden, die eine zunehmende oder anhaltende Tendenz haben.


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